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Liebe Leute,

Das ivi zieht um. Zwar nicht innerhalb der Stadt, aber im virtuellen Raum. Die neue Adresse ist ab sofort:

http://ivi.copyriot.com

Die Seite http://irrelevanz.myblog.de/ wird Euch aber weiterhin als Archiv zur Verfügung stehen.

die_webmistress, 12.o5.2009


8. Frankfurter Gegen-Uni *spacial (de)constructions - Stadträume zwischen Dimensionierung, Umbau und Aneignung* (27.10. - 9.11.2008)


7. Frankfurter Gegen-Uni *Appropriate Sixty-Eight* (14. - 27.o4.2008)

6. Frankkfurter Gegen-Uni *Tote Hunde auf der Überholspur*

Gegen-Uni 5 (2007)

Gegen-Uni 4: contre l’université – quatrième fois (30.10.-9.11.2006). Aufruf/Programm

Contre l'Université - Le Troisième Fois (08.05.–13.05.2006). Aufruf/Programm

Gegen-Uni - die Zweite (7. - 11.11.2005). Veranstalter_innen/Programm

Gegen-Uni. Uni für alle – und zwar umsonst! (27.4. - 4.5.2005)

*** 

8. Frankfurter Gegen-Uni *spacial (de)constructions - Stadträume zwischen Dimensionierung, Umbau und Aneignung* (27.10. - 9.11.2008)

[update 31.10.2008]

[Breaking News 31.10.] Die Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit Friederike Habermann beginnt heute, Freitag, 31.10.2008 bereits um 19.00 Uhr. Mehr

8. Frankfurter Gegen_Uni 27.10 - 9.11.2008.

*Spatial (De)Constructions - Stadträume zwischen Dimensionierung, Umbau und Aneignung*

Aufruf

 

Übersicht

Veranstaltungen
Theorieeinführungen (Linke Liste - LiLi)
Workshops (AK Kritsche Geographie)
Abendveranstaltungen
Autonome Tutorien
Ausstellung
Party/Konzert/Kiosk /Film

 Spatial (De)constructions – Stadträume zwischen Dimensionierung, Umbau und Aneignung.

Aufruf zur 8. Frankfurter GegenUni am Institut f. vergl. Irrelevanz, Frankfurt am Main, vom 27.10. – 9.11.2008.

»Il y a donc des pays sans lieu et des histoires sans chronologie; des cités, des planètes, des continents, des univers, dont il serait bien impossible de relever la trace sur aucune carte ni dans aucun ciel, tout simplement parce-qu'ils n'appartiennent à aucun espace. Sans doute ces cites, ces continents, ces planètes sont-ils nés, comme on dit, dans la tête des hommes, ou, à vrai dire, dans l'interstice de leurs mots, dans l'épaisseur de leurs récits, ou encore dans le lieu sans lieu de leurs rêves, dans le vide de leurs coeurs; bref, c'est la douceur des utopies.« (Michel Foucault, 1966)

IG-Farben-Campus.

2014, so plant die Leitung der Universität, wird der Umzug auf den IG Farben Campus abgeschlossen sein. Die letzten Kisten werden ein- und nicht nicht einmal zwei Kilometer entfernt wieder ausgepackt werden. Dabei wird, wie es so ist, allerlei unnützer Kram nicht einmal mitgenommen werden oder spätestens auf der Strecke verlorengehen. Doch nicht nur unliebsame Lehr- und Forschungsinhalte, Freiheiten im Studium, etc. werden aussortiert. Auch die Stadtteiluniversität wird passé sein und in einem zwar weitläufigen, jedoch durch allerlei Grenzziehungen räumlich eingefassten Campus verdichtet. Die räumliche Dimensionierung bleibt nicht ohne Effekt auf das Subjekt. Das Um-bauen von Raum, Architektur, ist Materialisierung hegemonialer Ideologien. Es soll im Falle des IGF eine Athmosphäre schaffen in der der universitäre Alltag der Studierenden von ihrem restlichen Alltag abgeschnitten wird, in der die Erfahrungen des Studiums keinen anderen Belang haben als als Glied einer Wertschöpfungskette zu fungieren, die dem schließendlichen Einbau eines flexibilisierten Arbeitssubjekts in den Gesamtzusammenhang dient.

Neben den allseits präsenten Emblemen der Warenproduktion, in Gestalt der Labels der Sponsoren der Stiftungsuniversität, strukturiert der »Monumentale Tummelplatz der Reflexion« (Steinberg) qua Architektur das Verhalten derer, die ihn betreten und benutzen (dürfen). So schafft die Disziplinierung qua Dimensionierung der Bauten einen Objektivitätsüberhang, gegen den es immer schwerer wird anzugehen.

Kreative Zentren: Nennt es ruhig Arbeit.

Der Umbau der Universität ist in der zielgerichteten Veränderung des städtischen Raumes lediglich ein Item unter vielen. Durch die internationale Konkurrenz der Metropolen werden zahlreiche (in der jeweiligen Stadt) abgeschottete »Städte des Wissens« (Dräger, ehem. Wissenschaftssenator Hamburgs) entstehen in denen dies Wissen ausnahmslos bereits als Ware produziert wird. Der Kontext der Univiersität greift aber mehr noch in die Veränderung der Stadt ein als durch den Bau der Campi. Stadtteile werden als chic ausgerufen, bezahlbarer Wohnraum für Studierende und Atelierflächen für Künstler_innen feilgeboten, avantgardistische Partylocations schaffen es in die Hochglanzmagazine.

Das Zauberwort »Kreativität« bestimmt die Diskurse seit längerem. Eine Stadt von Welt benötigt nämlich auch so etwas wie kreative Zentren, den Chic der von ihnen ausgeht.

Mainstream- und Avantgardekulturen unterhalten ein wechselseitiges Verhältnis (Mainstream der Minderheiten) zueinander. Der relevante Operator im Umbauprozess ist dabei eine sogenannte »Gebildete Avantgarde« ( educated vanguard ), die zur Hoch- und Mainstreamkultur, wie auch zu den eigentlichen Subkulturen gleichwertige und allgemein akzeptierte Beziehungen eingehen kann. In ihr tummeln sich ausser Studierenden Künstler_innen, die idR. zumindest einen akademischen Bezug haben, wie junge (Underground)Mode- und Filmmacher_innen, bildende Künstler_innen, etc., die ja allesamt häufig mit dem Pejorativ »Kunsthochschüler_innen« gelabelt werden.

Aus verschiedenen Blickwinkeln bietet sich diese educated vanguard als »Türöffner« an, öffentlich häufig auch umstrittene Umbaumaßnamen in der Stadt vorzubereiten. U.a. dadurch, daß der Antagonismus quer zu ihr verläuft: diese Menschen leben und arbeiten idR. in mehr oder weniger prekären Verhältnissen, ihnen wird aber öffentlich, im Gegensatz zu anderen Milieus der Aufstieg in eine bürgerliche Existenz nicht nur zugetraut sondern es wird sicher davon ausgegangen.

Der Ausbau einer szenigen Infrastruktur macht den Stadtteil auch für die sog. new urban middleclass interessant, die jugendlich und hip sein will und sich gegelentlich auch mal auf illegalen Parties in Abrißhäusern einfindet wenn diese zB. als »Kunst« gelabelt sind. Schliesslich, so die Theorie, werden sich auch diese kaufkräftigen, und daher für die Stadt bedeutsamen Milieus nach und nach in den Szenevierteln niederlassen, und die Strukturen nach ihren Bedürfnissen verändern.

Durch die Deregulierung des Wirtschaftsraumes Stadt liegen vormals industriell oder staatlich genutzte Gebäudekomplexe und Flächen brach, die in der Hoffnung eines Investitionsbooms in das Eigentum der Stadt überführt wurden. Der Boom blieb aus, und schliesslich wurde damit begonnen diese Räume zur »Zwischennutzung« freizugeben (zB. ehemaliges Polizeipräsidium). Die Zwischennutzung bedient den Bedarf an anderen Räumen, befriedet deren Einforder_innen (die diese Räume auch besetzen könnten) und stellt ein Vetragsverhältnis zwischen Stadt und Avantgardekulturen her.

Praxis: Aneignung.

Aus dem Wissen über unsere Verortung im Umbauprozess der Stadt, ist es aber möglich dort Interferenzen und Störgeräusche zu erzeugen, durch Aneignung und Ausbau der Nischen und Residuen der Universität und der Stadt.

Stadträume werden unter Funktionalitätskriterien dimensioniert und untereinader hierarchisiert. Dabei werden bisweilen auch unterschiedlicher »Rechtsräume« konstruiert, sog. »gefährliche Orte« in denen polizeiliche Sonderbefugnisse gelten. Das führt dazu, dass in bestimmten städtischen Räumen alle anderen als die vorgesehenen Funktionsweisen ausgeschlossen werden. So wird zB. die Innenstadt den Konsument_innen vorbehalten und jugendliche Subkulturen, die diese Räume als Reproduktionsraum nutzen (zB. die Skater_innen an der Hauptwache), ausgeschlossen. Das Ausschliessen »unerwünschter« Verhaltensweisen geschieht nicht nur aufgrund der Rechtslage (wie zB. Ruhestörung), sondern anhand von Befindlichkeiten, wie die Sauberkeit von Straßen und Plätzen. Diese reinen Funktionsräume lassen sich real nicht herstellen, dh. sie werden immer auch mehr oder weniger verhandelbar sein und Interventionsmöglichkeiten von politischer Praxis bieten. Die Heterotopie ist dabei der Ort des Anderen, das ausgeschlossen und zugleich miteinbezogen wird (Lefèbvre).

Aneignung bezieht sich aber nicht nur auf eine materielle Ebene der Räume, Häuser. etc., sondern auch auf eine immaterielle der Lebensstile, Styles und Begehren. Letztere sind auch dem Modeprinzip unterworfen, und die Mode, so Walter Benjamin, setzt das Feigenblatt an die Stelle an, an der sich die Gesellschaft die revolutionäre Blöße gibt. Es verdeckt einerseits diese Stelle und zeigt sie andererseits an. Aneignungsapraxis kann sich dabei sinnvoll auch »Praktiken« der Kulturindustrie bedienen, in der »Kreativität« auch als Amüsierware produziert und getauscht wird.

»Die Architektur bot von jeher den Prototyp eines Kunstwerks, dessen Rezeption in der Zerstreuung und durch das Kollektivum erfolgt« (Benjamin). Zersteuung ist nach Adorno/Horkheimer Movens kulturindustrieller Produktion. Diese wird durch Irritationen im Stadtraum gestört die ein »Hinübergleiten aus den normalen Räumen in die noch nicht durchmessenen« (Kracauer) räumlich und subjektivistisch ermöglichen.

Bei der nunmehr bereits 8. Frankfurter Gegen-Uni wollen wir diese und andere Themen mit euch in zahlreichen Veranstaltungen und Workshops diskutieren, bearbeiten und Möglichkeiten kritischer Intervention in Universität und Stadt erörtern. Das Programm, das darüber hinaus durch Ausstellungen, Filmabende und eine Party komplettiert wird, könnt ihr demnächst einsehen unter:

http://irrelevanz.myblog.de

---

Institut für vergleichende Irrelevanz (ivi), Kettenhofweg 130, Uni Campus Bockenheim, 60325 Frankfurt am Main.

Home: irrelevanz.tk
Blog: irrelevanz.myblog.de
Myspace: myspace.com/irrelevanz

 

Terminplan gg_uni 8.0, 27.10. – 9.11.2008


Mo 27.10.

Di 28.10.

Mi 29.10

Do 30.10.

Fr 31.10.

Sa 1.11.

So 2.11.

16.oo



LiLi (Einführung) Foucault

LiLi (Einführung) Benjamin

 


day off

17.oo




18.oo




Autut Zeit u. Raum

19.oo

LiLi (Eröffnung) Ivi als »Freiraum« oder Lokomotive zur Verwahrlosung des Westends

Streetart versus Graffiti / oder:

Zwei Seiten derselben Medaille?



20.oo

Ladyfeste als queerfeministische Raumpraktiken


AKG: Hegemonie, Identität und Emanzipation. Vortrag und Diskussion mit Friederike Habermann

LiLi (Film)
»Metropolis«

21.oo

[Konzert] Git Some & Jokari & Myself

[Vernissage] »dérive« mit kiosk/druzhBar


22.oo



Halloween_Filmnacht

23.oo



The Grudge/Tale of two Sisters

 


Mo 3.11.

Di 4.11.

Mi 5.11.

Do 6.11.

Fr 7.11.

Sa 8.11.

So 9.11.

16.oo

LiLi (Einführung) Negri

LiLi (Einführung) Diederichsen

LiLi (Einführung) Wacquant

LiLi (Einführung) tba.


day off

17.oo



18.oo


AK Kritische Geographie (Workshop) Einführung in die Radical Geo-graphy  AK Kritische Geographie (Workshop) Zur Kritik inklusionärer Modelle des öffentlichen Raums Autut Zeit u. Raum (zu Lefèbvre) (Film) München - Geschichte einer Stadt

19.oo



20.oo

Sieger schreiben
Geschichte?
Diskussions-veranstaltung zum Film Der Baader Meinhof Komplex

 

Bernd Belina: Die Produktion des Raums bei Henri Lefebvre und David Harvey Andrej Holm: Zur Rolle der Subkultur in Gentrification-prozessen Johanna Hoerning: Groß, größer, mega? Über die
Bedeutung der Größe als Definitions-kriterium für Stadt

LiLi Veranstaltung zum Wolheim- Memorial

21.oo


22.oo



[kiosk] BarAbend




23.oo




LiLi (Party) wird verlegt auf 14.11.!


[update: 30.10.2008]

Theorieeinführungen:

#1: Einführung Michel Foucault
Mittwoch, 29.10.2008, 16.00 Uhr

„Ich sage nur, ab dem 18. Jahrhundert enthält jede Abhandlung über Politik und Regierungskunst ein oder mehrere Kapitel über Städtebau, den Bau kollektiver Einrichtungen, Hygiene, und den Bau von Privathäusern.“ (Foucault)

Vielleicht ist es tatsächlich nur dieser spröde Befund, den man im Zusammenhang von Foucault und Stadt ausmachen kann. Vielleicht lässt sich aber auch die Geschichte moderner Macht nicht ohne die Geschichte der Städte schreiben. In der Stadt treten nämlich erstmals große Ansammlungen von Menschen und Reichtümern mit ihren entsprechenden Folgeerscheinungen wie Krankheit und Kriminalität auf, wodurch ein Bedarf an Regulierungen dieser Phänomene entsteht. Wie steht die gewachsene Aufmerksamkeit der Regierungskunst mit den letztgenannten Phänomenen in Beziehung? Welchen Auswirkungen haben veränderte Rationalitäten der Machtausübung auf die Gestaltung von Städten? Und welche Bedeutung hat die Stadt für die Konstitution der Biomacht?

#2: Einführung Walter Benjamin
Donnerstag, 30.10.2008, 16.00 Uhr

Paris, Hauptstadt des 19. Jahrhunderts.
Referent: Zoran Krasnek (sinistra! // linke liste)

#3: Einführung Antonio Negri
Montag, 3.11.2008, 16.00 Uhr

Liest sich im Fordismus noch die Fabrik als der paradigmatische Ort des antikapitalistischen Widerstands mit dessen zentraler Strategie – dem Produktionsstreik – ausmachen, zerfällt dieser Zusammenhang gegenwärtig. Gerade weil die Fabrik, trotz aller Disziplinierungsbemühungen, über Jahrzehnte die Brutstätte nicht nur des Mehrwerts, sondern auch der massenhaften Vereinigung der „Totengräber“ des Kapitals war, so die These von Michael Hardt und Antonio Negri in „Empire“ und „Mulititude“, sah sich das Kapital zu einer Reihe von Ausweichmanövern gezwungen. Arbeit ist nicht mehr räumlich an den Ort der Fabrik gebunden, sondern wird überall ausgeübt, Arbeit ist nicht mehr zeitlich beschränkt, sondern die Trennung von Arbeit und Freizeit wird obsolet, Arbeit ist nicht mehr auf die (Industrie)produktion reduziert, sondern reprodukive, affektive und immaterielle Tätigkeiten werden inwertgesetzt, die Kooperation wird nicht mehr erzwungen, sondern die eigenverantwortliche Herstellung von Kooperation ist Teil der Produktivität der „multitude“. Aber wie, wann und wo ist im „biopolitischen Paradigma“ der Produktion noch Widerstand möglich? In seinem Text „Der Metropolenstreik“ versucht Antonio Negri Antworten auf diese Fragen zu geben, indem er die Metropole als Ort der Biomacht und der Verweigerung der multitude auszeichnet.

#4: Einführung Diedrich Diederichsen
Dienstag, 4.11.2008, 16.00 Uhr

Der lange Weg nach Mitte - Der Sound und die Stadt.
Referent_in: Hanni Hausschuh (un*like // linke liste)

Ein Text über den Zusammenhang von Pop-Kultur und Stadtpolitik, über ganze Viertel als Subkultur-Szene-Themenparks, über das Verschwinden politischer Horizonte sowie Gemeinsamkeiten jenseits der Tanzfläche. Der Versuch zu verstehen was Stadtdiskussionen, Architekturdiskurs, Gentrifizierung, Drogenpolitik und Innenstadtüberwachung für verschiedene Lebensweisen, Glückstechniken und Gegenöffentlichkeiten zu bedeuten haben - und eine Antwort darauf, warum, wenn Communismus die bessere Disko ist, dort bestimmt nicht Scooter läuft.

#5: Einfürung Loïc Wacquant
Mittwoch, 5.11.2008, 16.00 Uhr

Wohl kaum ein Wissenschaftler hat die Forderung von Marx „Kritik im Handgemenge“ zu betreiben so ernst genommen wie Loïc Wacquant, kaum einer so wörtlich. Für seine Feldforschung hat er in einem Boxclub in Chicagos Ghetto das Training aufgenommen, um auf Tuchfühlung mit seinem Forschungsobjekt zu kommen. Das ist ihm so gut gelungen, dass ihm selbst Pierre Bourdieu mangelnde Distanz vorgeworfen hat.

In seinen stadtsoziologischen Untersuchungen macht Wacquant das Ghetto als einen sozialräumlichen Apparat der Marginalisierung und Ausschließung sichtbar, eine Form kollektiver Gewalt, die sich im Stadtraum materialisiert. Vor dem Hintergrund einer in den letzten drei Jahrzehnten beobachtbaren regierungsstrategischen Wende – weg von der sozialstaatlichen Regulierung hin zur bestrafenden Verwaltung von Armut – verändert sich auch die sozialräumliche Beschaffenheit des Ghettos. Nimmt man Abstand vom Phantasma des Ghettos als unreguliertem, chaotischem Raum und von undifferenzierten Begriffsgleichsetzungen mit städtischem Elendsviertel oder Slum, zeigt sich die topologische Ähnlichkeit des Ghettos mit dem Reservat, dem Flüchtlingslager und dem Gefängnis.

#6: to be announced.
Donnerstag, 6.11.2008, 16.00 Uhr

Workshops (AK Kritische Geographie)

#1: Einführung in die Radical Geography – David Harvey „Zwischen Raum und Zeit“
Dienstag, 4.11.2008, 18.00 Uhr

Im Gegensatz zur deutschsprachigen Geographie konnte sich in der angelsächsischen Variante schon seit den 1970er Jahren eine gesellschaftskritische, marxistische Theorietradition in Form der „Radical Geography“ fest etablieren. Deren bekanntester Vertreter – David Harvey – hat dabei auch außerhalb geographisch-disziplinärer Grenzen maßgeblich die marxistische Theoriedebatte bereichert. Daher wollen wir in diesem einführenden Workshop gemeinsam den grundlegenden Aufsatz „Zwischen Raum und Zeit: Reflektionen zur Geographischen Imagination“ (in deutscher Übersetzung) lesen und diskutieren. Konkret wollen wir uns der Frage widmen, warum Raum und Zeit keine natürlichen Kategorien sind, sondern wie diese in jeder gesellschaftlichen Formation in Bezug zur sozialen Reproduktion und gemäß den materiellen Praktiken produziert werden. Wie lässt sich eine historische Geographie von Raum und Zeit in der kapitalistischen Epoche formulieren?

Literatur:

•  Harvey, David (1990/2007): Zwischen Raum und Zeit: Reflektionen zur Geographischen Imagination. In: Belina, B. und Michel, B. (2007): Raumproduktionen. Beiträge der Radical Geography, eine Zwischenbilanz, Münster, S.37-52 (gekürzt)
Harvey, David (2001): Globalization and the “Spatial Fix”. In: Geographische Revue Jg. 3, H. 2, S. 23-30.

#2: Zur Kritik inklusionärer Modelle des öffentlichen Raums – AK Kritische Geographie Frankfurt
Mittwoch, 5.11.2008, 18.00 Uhr

Der Themenkomplex „öffentlicher Raum“ hat in den letzten Jahren verstärkte Aufmerksamkeit in Theorie und Praxis erhalten. Vordergründig wird in der Debatte der Verlust offener urbaner Räume durch Privatisierung und Repression beklagt. Es ist zwar richtig, dass damit die Zugangsbedinungen für unerwünschte – also nicht konsumorientierte – Gruppen zu städtischen Räumen nicht besser werden. In der Debatte findet sich aber eine Romantisierung des „früheren“ öffentlichen Raums als „für alle da“. Dass dies nicht so ist und auch nie so war wollen wir mittels eines Textes von Bernd Belina darstellen. Im Fokus wird dabei die Frage stehen, inwiefern städtischer Raum als gesellschaftlich produziert und exklusiv verstanden werden kann und wie auf dieser Grundlage die zunehmenden Kontroll- und Repressionspraxen der letzten Jahre verstanden werden können.

Literatur:

Belina B. (2003): Evicting the undesirables. The idealism of public space and the materialism of the bourgeois State. In: Decroly J.-M. et al. (Hrsg.): Belgeo. Privatisation of urban spaces in contemporary european cities. 2003 (1). 47-62.

Abendveranstaltungen:

#1: Eröffnung der Gegen_uni (Linke Liste - LiLi): Ivi als *Freiraum* oder Lokomotive zur Verwahrlosung des Westends. Inputs: un*like // Linke Liste; sinistra! // Linke Liste; AK Umzug.
Montag, 27.10.2008, 19.00 Uhr

#2: Ladyfeste als queerfeministische Raumpraktiken.
Dienstag, 28.10.2008, 20.00 Uhr 

Ausgangspunkt dieser Veranstaltung sind Ladyfeste, ihre Entstehung und Entwicklung sowie ihre Verwurzelung in queer-feministischen Zusammenhängen. Nachdem ein Überblick darüber gegeben wurde, was Ladyfeste sind, sollen anhand von Beispielen verschiedener Ladyfeste und ihrer unterschiedlichen Strategien und Versuche, queer-feministische (Frei-)Räume zu schaffen, Fragen des Umgangs mit/in Freiräumen diskutiert werden.

Ladyfeste sind temporäre Versuche, Ladyspaces oder einen queerfeministischen Raum zu produzieren, wobei diese gestalteten Räume niemals „leere Behälter sind, sondern immer bereits von den vorangegangenen Ereignissen mitgeprägt werden“ (Mooshammer, Trimmel 2007). Selbstverwaltete, subkulturelle Räume, in denen Ladyfeste meist stattfinden, sind durchzogen mit gesamtgesellschaftlichen Herrschaftsverhältnissen; und so gibt es auch hier rassistisches, sexistisches, homo- oder transphobes Verhalten. Dem zu begegnen verlangt unterschiedliche Strategien, wie bspw. FrauenLesbenTrans*-Räume, die diskutiert werden sollen.

Mit Alek (u.a. ladyfest_ffm)

Literatur: Mooshammer, Bettina; Trimmel, Eva (2007): Ladyfest can save your life! Ladyspace als Strategie feministischer Raumproduktion. In: Eismann, Sonja (Hg.): Hot topic. Popfeminismus heute. Mainz, S. 184–189.

#3: Streetart versus Graffiti / oder: Zwei Seiten derselben Medaille?
Mittwoch, 29.10.2008, 19.00 Uhr

Interviews zum Thema »Hype um Streetart« mit Künstlern der backjumps-Ausstellung 2007 im Kunstraum Kreuzberg in Berlin

»Backjumps sieht sich in der Verantwortung, das fehlende Hintergrundwissen an der Schnittstelle zwischen Straße und 'White Cube' zu kommunizieren«, so schreiben die Organisatoren und Organisatorinnen der dritten backjumps-Ausstellung im Vorwort zu ihrem Ausstellungskatalog 2007. Genau dieses Thema hat mich zu meiner Magisterarbeit mit dem Titel »Streetart zwischen Alltagskultur und Kunstwelt. Eine kritische Sicht auf verschiedene Repräsentationspraktiken einer postmodernen Subkultur« inspiriert. Wie ist das für die einzelnen Künstler und Künstlerinnen zu vereinbaren: Authentizität und Idealismus auf der einen Seite und Geld-Verdienen und Ausverkauf auf der anderen? Ich habe dazu mehrere VeranstalterInnen und KünstlerInnen und natürlich auch BesucherInnen von Streetart/Graffiti-Ausstellungen im deutschsprachigen Raum interviewt.

In meiner Arbeit entstand eine interessante Konstellation und Diskussion der Felder Dresden (Streetart-Künstler NoLogo), Düsseldorf (Kuratoren-Kollektiv um die Galerie Revolver) und Hamburg (»high art«-Streetart-Kurator und -Sammler Rik Reinking). Meine Mitarbeit und die Interviews während der backjumps-Ausstellung fanden leider aus »dramaturgischen« Gründen keinen Platz mehr im Text der Magisterarbeit, können aber als einzelner Vortrag die Veränderungen der Graffiti- hin zur Streetart-Szene (und ihr friedliches Nebeneinander) greifbar und verstehbar machen. Der Old-School-Writer Cemnoz kann als aktiv gebliebener Writer paradigmatisch für die Geschichte von Graffiti in Deutschland stehen. Insbesondere seine Äußerungen bilden die Diskussionsgrundlage des Vortrags zum Verhältnis von Streetart und Graffiti, wodurch dann auch grundsätzlichere Gedanken zu Kunst und Alltagskultur, Straße und Museumskontext, möglich werden: »Es tritt dabei ein merkwürdiger Effekt zutage: dass nämlich der Kontext eines Objekts höhere Bedeutung gewinnt als das Werk an sich. Das Auftauchen eines Werks in einem anderen/neuen Kontext kann dazu führen, dass sich dessen Bedeutung radikal verschiebt. Vielleicht meinte Walter Benjamin mit seinem Verlust der Aura auch gerade dieses Moment, da die tatsächliche Sammlung und Stellungnahme einem Werk gegenüber nicht (also zunehmend weniger) möglich ist, wenn durch den Kontext schon längst tendenziell entschieden ist, wer das Werk wie empfindet. Kunst ist somit mehr Mittel der Kommunikation, denn der
Reflexion, geworden. Der ästhetische Rahmen entscheidet, mehr noch als die Ästhetik des Werkes selber, über die Bedeutung, die ein Werk annehmen kann«
(Auszug aus der oben genannten Magisterarbeit: Willms 2008).

#4: Hegemonie, Identität und Emanzipation.
Vortrag und Diskussion mit Friederike Habermann
Freitag, 31.10.2008, 19.00 Uhr

Immer wieder wird beklagt, dass Kapitalismus, Sexismus, Rassismus und andere Herrschaftsverhältnisse als unverbunden in der Analyse erscheinen – wenn sie denn überhaupt gemeinsam in die Analyse einbezogen werden. Mit der ‚subjektfundierten Hegemonietheorie’ wird ein Ansatz skizziert, der – aufbauend auf Antonio Gramscis Hegemoniebegriff und in Erweiterung durch postmarxistische, postfeministische und postkoloniale Ansätze – von der Verwobenheit aller Herrschaftsformen ausgeht. Dabei wird deutlich, dass sowohl Identitäten als auch der gesellschaftliche Kontext nicht unabhängig davon gedacht werden können.
Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung (AKG)

#5: Sieger schreiben Geschichte?
Eine Diskussionsveranstaltung zum Film Der Baader Meinhof Komplex
Montag, 3.11.2008, 20.30 Uhr

Wie wird die Geschichte der bewaffneten Konfrontation zwischen RAF und Staat geschrieben? Der Film Der Baader Meinhof Komplex präsentiert sich naiv authentisch und wird gerade dadurch zur Sinn stiftenden Angelegenheit.
In Form eines Spielfilms werden hier allgemeingültige Aussagen über Rebellion, Legitimität und Scheitern getroffen, die das Bild, das vom so genannten roten Jahrzehnt vorherrscht, mit Sicherheit prägen werden.
Wir wollen in einer offenen Form auf der Grundlage von zehn Thesen über Machart, Inhalte und Implikationen einer solchen Art der Geschichtsschreibung reden.

#6: Bernd Belina: „Die Produktion des Raums bei Henri Lefebvre und David Harvey“
Dienstag, 4.11.2008, 20.00 Uhr

Lefebvre und Harvey haben sich schon lange vor dem „spacial turn“ mit der Frage des Raums als gesellschaftlichem Verhältnis auseinandergesetzt. Bernd Belina wird in seinem Vortrag ihre theoretischen Konzepte vorstellen und gegeneinander diskutieren.

#7: Andrej Holm: "Zur Rolle der Subkultur in Gentrificationprozessen".
Mittwoch, 5.11.2008, 20.00 Uhr

http://gentrificationblog.wordpress.com

#8: Johanna Hoerning: „Groß, größer, mega? Über die Bedeutung der Größe als Definitionskriterium für Stadt“. Vortrag und Diskussion.
Donnerstag, 6.11.2008, 20.00 Uhr

Der Vortrag widmet sich einer kritischen Auseinandersetzung mit der (stadtsoziologischen) Grundannahme, dass quantitative und qualitative Eigenschaften von Städten in einem direkten Zusammenhang miteinander stehen.
Die Überlegungen werden in einem zweiten Schritt mit dem heutigen wissenschaftlichen Diskurs zu den sog. Mega-Städten konfrontiert.

Autonome Tutorien:

Zeit und Raum als gesellschaftswissenschaftliche Kategorien.
Donnerstags, 30.10. und 6.11.2008, 18.00 Uhr

In den Gesellschaftswissenschaften sind Zeit und Raum nur sehr selten Gegenstand der Reflexion. Im ersten Moment würde beides meistens auch eher im Bereich der Philosophie, der Physik oder der Geographie verortet werden. Doch entgegen dieser weit verbreiteten Vorannahme sind beide zutiefst gesellschaftlich geprägt. In dem Tutorium soll eine Annäherung an die gesellschaftlichen Implikationen von Zeit und Raum, bzw. an ihre gesellschaftlichen Konstitutionsmomente versucht werden. Hierbei könnte von Kants Annahmen ausgegangen werden, um diese kritisch mit verschiedenen Ansätzen zu kontrastieren: beispielsweise von Lefébvre, Postone, Poulantzas oder Debord. Das genaue Programm wird aber gemeinsam im Tutorium erarbeitet, bzw. ausgehandelt. Es ist hierbei offen und gewünscht, dass die Teilnehmer_innen eigene Vorschläge einbringen.

Ausstellung:

*dérive*. Streetart in Frankfurt am Main. (Photographien)
Vernissage am Mittwoch, 29.10.2008, 21.30 Uhr.
Öffnungszeiten ab Montag, 3.11.2008 während den Veranstaltungszeiten der gg_uni; Mo, Di, Do 16 .oo- ca. 22.oo, Mi 16.oo - open end, fr 18.oo - 21.oo.

Party / Konzert / Kiosk / Film:

#1: Film: Metropolis. Fritz Lang (1927)
Sonntag, 2.11.2008, 20.00 Uhr, Salon/offenes Atelier im 2. Stock

#2: Film: München - Geschichte einer Stadt.
Freitag, 7.11.2008, 18.00 Uhr

#3: [kiosk] BarAbend. Jeden Mittwoch, ab 22.00 Uhr.

#4: gg_uni opening concert: Git Some // Myself // Jokari
Montag, 27.10.2008, 21.00 Uhr

#5: Semesterstart- und Studieprotestsoliparty. Tintus DJ Team [electro - indie - new rave]. Powered by LiLi - Linke Liste an der Uni Frankfurt.
Freitag 14.11.2008, 22.oo

***
7. Frankfurter Gegen-Uni
appropriate sixty eight! 7. frankfurter gegen_uni

update: 21.o4.2008

!!!Breaking News!!! Die Veranstaltung zum Text des *Weiberrats* am Montag, 21.o4., 16.oo muss krankheitsbedingt ausfallen. Ggf. wird sie an einem Termin ausserhalb der gg_uni nachgeholt. Sorry. 

_aufruf und eröffnungsveranstaltung

_stundenplan (download *.doc)

_programm (download *.pdf )

__abendveranstaltungen

___kleines 68er drei mal drei

____kulturprogramm

 

_A u f r u f /E r ö f f u n g s v e r a n s t a l t u n g

g e g e n _ u n i 7 : a p p r o p r i a t e s i x t y e i g h t

Nach 40 Jahren wird abgerechnet mit 1968 – dem Jahr, in dem sich offenbar außerirdische Kommunistennazis aufgemacht haben, das Land mit sinnlosem Terror zu überziehen. Ein Anfang dieser neuen deutschen Geschichtsschreibung lässt sich nur schwer lokalisieren, liegt irgendwo zwischen Wende und Walser, zwischen Jugoslawien und Sommermärchen, zwischen rot und grün und Guido Knopp. Zum Startschuss für die aktuellen Debatten wurde Götz Alys Gleichsetzung der 68er mit den Nazis gemacht, und ein Ende ist nicht absehbar:
Zu den abenteuerlichen Forschungsergebnissen gesellen sich die subjektiven Erlebnisberichte derer, die „dabei“ waren.
Die Ideologie dieser Gegenwart kommt so unideologisch daher, dass es schmerzt – erst kürzlich wurde Adorno zur hundertsten Wiederkehr seines Geburtstages sonntagsredend zu Tode gewürdigt. Wissenschaft wird auf Fakten reduziert, und jung-dynamische Exzellenzclusterbetreuer_innen deuten die Welt: „Auch Lichtgestalten der 68er wie Rudi Dutschke haben früh angefangen mit ihrem revolutionären Furor. Rudi war gerade 20, als er anfing, Mengele war 21, Heydrich 28, Speer 27“, tönte es bspw. in der Sendung Kulturzeit.
Mengele = 21
Dutschke =20
Dutschke = Mengele.
So der Syllogismus. Denken Ade, Subsumtion Ahoj. Nicht, dass nicht auch kritische Stimmen zu Wort kämen, aber im lockeren Brei des Mainstreams läuft das Ganze doch auf die Delegitimierung all dessen hinaus, was der herrschenden Eindimensionalität an
Entwürfen entgegensteht. Ergebnis: 68 war eine notwendige kulturelle Intervention gegen den Mief der Adenauer-Ära, heute aber können wir Spaß haben und uns wohl fühlen in Deutschland…
Angesichts dieser Brechreizüberflutung war es vielleicht eine dumme Idee, im ivi einen weiteren Schwerpunkt zum Thema 68 zu veranstalten. Wenn es aber um mehr als eine
historische Nabelschau geht – nämlich um die Bearbeitung der Gegenwart, die sich gerade aufarbeitungsweltmeistermäßig zur Sieger_in über die Geschichte erhebt –, dann könnte der Zeitpunkt kaum passender sein. Eine antiautoritäre Revolte ist jedenfalls ebenso überfällig wie 1968 (1), nur eben ganz anders. Und in diesem Sinne verstehen wir die Gegenuni als einen Aneignungsprozess, mit dem wir uns v.a. unserer eigenen Geschichte nähern wollen.

Eröffnungsdiskussion: Montag, 14.04., 20h

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(1) Mit Blick auf das Ausbleiben von „Schmierereien“ am IG-Farben-Haus sprach Uni-Präsident Steinberg jüngst von der „zivilisierenden Kraft der Ästhetik“ – gemeint ist freilich die disziplinierende Macht der Herrschaft. In diesem kurzem Zitat zeigt sich nicht nur die autoritäre Restrukturierung, sondern auch die Verdrängung der NS Geschichte: Die ‚zivilisierende Kraft der Ästhetik’ kann anhand des vom IG-Farben-Konzern betriebenen KZ Auschwitz-Monowitz studiert werden.<<<

 

_S t u n d e n p l a n

14.o4.

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18h

kleines 68er drei mal drei:

Simone de Beauvoir – Das andere Geschlecht

16h

kleines 68er drei mal drei:

Lenin – Was tun?

16h

kleines 68er drei mal drei:

Frantz Fanon – Die Verdammten dieser Erde

16h

kleines 68er drei mal drei:

Dutschke/Krahl –Organis-ationsreferat

18h

vortrag und diskussion:

„Auf der Suche nach der verlorenen Zeit…“

20h

eröffnungs-diskussion –

appropriate sixty eight

20h

diskussion:

Wie politisch ist das private? Warum flog nur eine Tomate?

20h

Film:

"Revolution oder Reform? Herbert Marcuse und Karl Popper — eine Konfrontation"

20h

film und diskussion:

“Schatten der Engel”

22h

kiosk

 

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16h

kleines 68er drei mal drei:

Weiberrat

 

16h

kleines 68er drei mal drei:

Peter Brückner/ Thomas Leithäuser: „Politisierung der Wissenschaften

16h

kleines 68er drei mal drei:

Habermas:
„Die Scheinrevolution und ihre Kinder“

16h

kleines 68er drei mal drei:

Adorno:
„Marginalien zur Theorie und Praxis“

14h; Treffpunkt vor dem ivi

Stadtrundgang: Orte des Geschehens 1968

16h

kleines 68er drei mal drei:

Herbert Marcuse:
„Versuch über die Befreiung“

19h

Vortrag:

Internatio-nalismus

20h

Vortrag:

Philosophische Implikationen der modernen Physik

20.30h

Offener feministischer Lesekreis – Auszüge aus „sexuell arbeiten

20h

Vortrag:

Öffentlichkeit und Subversion seit den 68er Jahren

20h

Abschluss-Diskussion:

Disseminate 68!

22h

kiosk

22h

party

 

_P r o g r a m m

A b e n d v e r a n s t a l t u n g e n

Dienstag, 15.04.08, 20.00 Uhr
Wie politisch ist das private? Warum flog nur eine Tomate? *diskussion und fragen zum verhältnis von politisch/privat*

Die Politisierung des Privaten war zentraler Bestandteil und Bezugspunkt vieler „Sub- Gruppen“ wie bspw. der Frauenbewegung, aus denen sich die so genannte 68er Bewegung zusammengesetzt hat. Doch nicht die denkwürdige Tatsache, dass die für „68“ maßgeblich prägende Frauenbewegung in der aktuellen Debatte so gut wie gar nicht auftaucht, soll Thema dieser Veranstaltung sein. Vielmehr ist der Ausgangspunkt die Frage, was "Das Private ist politisch" heute bedeuten und wie es aktuell gefüllt werden kann.
Aus feministischer Perspektive ließe sich heute auch sagen, dass einige Themen und Forderungen im Mainstream angekommen sind: Gewalt in der Familie, Vergewaltigung in der Ehe, Abtreibung, dafür haben Feminist_innen verbesserte gesetzliche Regelungen erkämpft.
Familien- und Reproduktionsarbeiten sind Themen, die politisch und öffentlich verhandelt werden, jüngst etwa die staatliche Förderung von Krippenplätzen. In der Linken sind Geschlechterverhältnisse und Heteronormativität meistens ein Thema.
Allerdings ist es nicht nur eine Frage, ob Forderungen durchgesetzt wurden, sondern ob es die richtigen Forderungen waren, die Eingang in die Institutionen gefunden haben und schließlich auch, wie eine solche Zusammenarbeit mit Institutionen aussehen und legitimiert werden kann.
Der Slogan "Das Private ist politisch" wirft Fragen auf, wie etwa nach der Konzeption von Privatheit und dessen Gegenstück Öffentlichkeit. Aber auch nach den Themen wie Sexualität, die vermeintlich in der Privatheit verortet sind und die schon in der Frauenbewegung der 60er und 70er Jahre aufgegriffen wurden.
Weit davon entfernt all diese Fragen beantworten zu wollen und zu können, möchten wir einen (etwas längeren) Input geben, der verschiedene Aspekte zum Thema aufgreift und anhand des Slogans "Das Private ist Politisch“ den Bogen von der Neuen Frauenbewegung zu aktuellen Umgangweisen mit den aufgeworfenen Fragen nach Privatheit, (Gegen-) Öffentlichkeit, Sexualität und Beziehungsformen schlagen möchte. Sich an dieser Diskussion zu beteiligen, laden wir herzlich ein.

Von und mit Teilen der Ladyfest-Vorbereitungsgruppe ffm


Mittwoch, 16.04.08, 18.00 Uhr
Vortrag und Diskussion: „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit…“ Über die Produktion von Unmöglichkeit

In der ‚globalisierten’ Gesellschaft der Warenproduktion scheinen die Menschen unmündig anonymen Mächten ausgeliefert.
Unter dem stummen Zwang der Verhältnisse müssen sie diese immer weiter befestigen, nur um zu überleben. So verschwenden sie ihr Leben an die Warenproduktion.
Es war Marx, der dies zuerst als Trennung der Menschen von ihren Möglichkeiten und ihrer Zukunft begriffen hat. Er nannte dies Entfremdung. Entfremdung verursacht und steht im Zusammenhang mit verkehrtem Denken (Fetisch), in dem die Welt auf dem Kopf steht.
Richtiges Handeln nach verkehrtem Denken macht die Welt weiter richtig verkehrt. Fetisch und Entfremdung bilden den Kern eines gesellschaftlichen Zustandes, den die Situationisten als Spektakel kritisieren: „Das ganze Leben der Gesellschaften, in denen die modernen Produktionsbedingungen herrschen, erscheint als eine ungeheure Ansammlung von Spektakeln. …“ (Guy Debord, Die Gesellschaft des Spektakels’, These 1) Die Spektakeltheorie als eine der fortgeschrittensten Analysen der derzeitigen Gesellschaft ist Thema dieser Veranstaltung; sie soll helfen, hier einen Einstieg zu finden.


Mittwoch, 16.04.08, 20.00 Uhr
Film: "Revolution oder Reform? Herbert Marcuse und Karl Popper — eine
Konfrontation" (BR, 1971, 60min).

im anschluss key_osk

Donnerstag, 17.04.08
Film und Diskussion: “Schatten der Engel”

1976 realisierte der Schweizer Regisseur Daniel Schmid in Zusammenarbeit mit der Fassbinder Crew den Film `Schatten der Engel´. Es handelt sich dabei um eine nahezu textidentische Verfilmung des Theaterstücks `Der Müll, die Stadt und der Tod´. Im Gegensatz zu dem Stück, das bekanntermassen kurz nach dem Erscheinen bei Suhrkamp vom Verlag zurückgezogen, dessen Nicht-Aufführung mehrfach erstritten wurde, nicht zuletzt mit der Bühnenbesetzung im Frankfurter Schauspiel 1985, blieb es um diesen Film weitgehend ruhig. Lediglich als `Schatten der Engel´ 1976 bei den Filmfestspielen in Cannes als Schweizer Beitrag eingereicht wurde, reiste die israelische Delegation unter Protest vor der Aufführung ab. In der gemeinhin als ‘Fassbinder Kontroverse’ bekannten Diskussion dagegen, fand eine Auseinandersetzung mit dem Film kaum statt.
Sich ein Bild von dieser filmischen Inszenierung des Stückes zu machen, soll dieser Abend jedenfalls Gelegenheit bieten.


Dienstag, 22.04.08, 19.00 Uhr
Vortrag und Diskussion: Internationalismus

Der Internationalismus war ein zentrales Element der 68er Bewegung. Die Solidarität mit der FNL (Vietcong) war ein Kristallisationspunkt der Bewegung und die Texte der Befreiungstheoretiker Lin Biao, Fanon und Guevara, aber auch die Analyse Marcuses zur weltweiten Situation, beeinflussten die Theorie und Praxis der deutschen Linken in den 60er Jahren maßgeblich. Die Veranstaltung wird deshalb die theoretische Grundlage des Internationalismus Verständnis als auch die praktische "Internationale Solidarität" der 68 Bewegungen vorstellen. Dabei soll auch mit kritischem Blick auf die Irrwege dieser Ausrichtung, nämlich der "linke Antisemitismus" in der Solidarität mit den Palästinensern nach 68, nicht zu kurz kommen.

Referent: Josef "Moe" Hierlmeier, Autor des Buches: "Internationalismus". Eine Einführung in seine Ideengeschichte - von den Anfängen bis zur Gegenwart. 2006 in der Reihe Theorie.org im Schmetterling Verlag erschienen.


Mittwoch, 23.04.08, 20.00 Uhr
Vortrag: Philosophische Implikationen der modernen Physik

In diesem Vortrag werden die wichtigsten Inhalte der klassischen Theorie, der Relativitätstheorie und der Quantentheorie vorgestellt. Außerdem werden die Gültigkeitsbereiche der Theorien gegeneinander abgegrenzt.
Es wird außerdem dargestellt, warum und in welcher Hinsicht die heute grundlegenden Theorien – Relativitätstheorie und Quantentheorie – miteinander unvereinbar sind. Dies ist das wichtigste Problem der modernen Physik. Die Veranstaltung erfolgt mathematikfrei.

Referent: Dipl.-Phys. Gerhard Schmidt


Mittwoch, 23.04.08, 20.30 Uhr
Offener feministischer Lesekreis: Auszüge aus „sexuell arbeiten“ von Renate Lorenz und Brigitta Kuster (erschienen bei b_books, 2007)

Unsere Arbeitsgruppe trifft sich jeden Mittwoch, um feministische Texte zu diskutieren. Zurzeit lesen wir the diaries I (S. 25-88) – entlang der Tagebücher einer Hausangestellten im 19. Jahrhundert in England wird der Begriff der sexuellen Arbeit entwickelt. Ergänzend möchten wir das Manifest der Arbeit „10 x sexuell arbeiten“ (S.151-155) einbeziehen. Zur vorherigen Lektüre und zum Kopieren liegen beide Texte zu Beginn der Gegenuni im Foyer des ivi aus. Es würde uns freuen, wenn Ihr anlässlich der Gegenuni Lust hättet, in eine gemeinsame Textdiskussion einzusteigen!


Donnerstag, 24.04.08, 20.00 Uhr
Vortrag und Diskussion: Öffentlichkeit und Subversion seit den 68er Jahren

Die kulturellen Ausdrucksformen und die bürgerliche Öffentlichkeit in den kapitalistischen Gesellschaften Westeuropas und Nordamerikas haben sich zwischen 1960 und 1980 sowohl sozial als auch technologisch grundlegend verändert. Welche Vorstellungen und Ideen lagen der Medienpolitik der „Neuen Linken“ zugrunde? Welche Widersprüche zeigten sich in dem Versuch der „Veröffentlichung“ der sozialen Proteste? In welcher Weise gingen die Medialisierungen der Revolte in den Mainstream der bürgerlichen Öffentlichkeit ein? Und welche Bedeutung hatten die damit verbundenen Veränderungen für Ansätze eines emanzipatorischen Eingreifens in gesellschaftliche Verhältnisse?

Referent: Gottfried Oy

Freitag, 25.04.08, 20.00 Uhr
Abschlussdiskussion: Disseminate 68!

Jede Revolution beginnt mit einer ReLektüre: Paulus von Jesus, Luther von Paulus, Lenin von Marx, Lacan von Freud. Das haben auch wir uns gedacht, als wir beschlossen einige Texte von, um, und zu acht + sechzig wieder zu lesen. Kommt deshalb jetzt die Revolution? Vielleicht! Worauf es aber erst einmal ankommt ist, sich die Texte nicht einfach nur anzueignen oder sie zu registrieren, sondern etwas mit ihnen zu machen. Wie ein Kind, das die Geschenke seiner Eltern, kaum bekommen, vor die Wand wirft, um zu sehen wie sie funktionieren und was man noch alles damit machen kann, als es über den Boden zu schleifen und brumm, brumm zu sagen, werden wir dabei verfahren: Die Synopse der in den Workshops behandelten Texte als Disoptix und nicht als Diashow! Brauchen wir einen neuen Leninismus? Was können wir heute mit Adorno anfangen? Sind wir nicht schon längst über die feministischen Debatten von damals hinaus, oder sind wir hinter ihnen zurück? Und vor allem: Was für ein Monster bekommen wir, wenn wir Habermas mit Fanon kreuzen?

k l e i n e s 6 8 e r d r e i m a l d r e i

Wo wir gewöhnlich Theoretiker_innen in kurzen Texten vor- und zur Diskussion stellen, wollen wir uns diesmal die Theorien durch ein Ereignis nahe bringen – 1968. Was hat die Studierendenbewegung gelesen? Was haben sie aus dem Gelesenen gemacht, was haben sie gesagt? Und schließlich, was hielten ihre damaligen Professor_innen und teilweise selbst intellektuelle Wegbereiter von diesen Pamphleten, was wurde über sie gesagt? Multipliziert man diese drei Perspektiven miteinander erhält man schon neun, stellt man die vielen unterschiedlichen Texte noch mal in Rechnung braucht man schon eine Rechenmaschine oder sagt es lieber postmodern: wir haben es mit einer multitude zu tun.


Dienstag, 15.04.08, 16.00 Uhr
Simone de Bauvoir – „Das andere Geschlecht“

„Man wird nicht als Frau geboren, man wird es" Dieser immens berühmt gewordene Satz von Simone de Beauvoir stammt aus „Das andere Geschlecht“ einer feministischen Gesellschaftsanalyse, die zur theoretischen Grundlage der neuen Frauenbewegung wurde.
Simone de Beauvoir versucht ein nicht essentielles Verständnis von Geschlecht zu formulieren, indem sie biologischen, psychoanalytischen und historischen „Mythen und Fakten“ auf den Grund geht. In der Diskussion werden Auszüge des Textes gelesen und gemeinsam in Bezug auf ihre Aktualität und /oder Grenzen befragt.


Mittwoch, 16.04.08, 16.00 Uhr
Lenin – „Was tun?“

Wenig Texte, wenig Autorennamen, die eine solche performative Wucht entfachen. Jeder Ankündigungstext, der versucht, diesen semantischen Überschuss durch Verweise auf den Text und Kontext – des Erscheinens und der Rezeption – einzufangen, wird notwendig scheitern. Trotzdem: Erschienen 1901/1902, versucht dieser Text die Möglichkeiten der Organisation der russischen Revolutionäre, die damals eben vorzugsweise Studierende waren, auszuloten. Bekanntlich fand 12 Jahre später tatsächlich eine Revolution statt. Grund genug für die 68 er Studis diesen Text noch mal zu lesen. Die Revolution von 1980 blieb aus – zumindest eine von links. Wir Kinder von Margaret Thatcher und Coca Cola werden diesen Text dennoch wieder lesen. Ein besonderer Fokus bei der Lektüre wird in der Extrapolation des leninistischen Freiheitsbegriffs bestehen.


Donnerstag, 17.04.08, 16.00 Uhr
Frantz Fanon – „Die Verdammten dieser Erde“


Freitag, 18.04.08, 16.00 Uhr
Dutchke/ Krahl – „Organisationsreferat“

Das "Organisationsreferat“von Dutschke/Krahl wurde gehalten auf dem 22. Delegiertenkongreß des SDS Sept. 1967 und versucht die antiautoritäre Position Zusammenzufassen, vor allem in Abgrenzung zu der tradtionalisitsichen Position (Marburg). Ausgehend von der Ökonomischen Analyse nach Janossy geht es vor allem am Ende um die Fragen wir kann die APO weiter vorgehen und welche Rolle kann dabei der SDS spielen.


Montag, 21.04.08, 16.00 Uhr
Text des Weiberrates


Dienstag, 22.04.08, 16.00 Uhr
Peter Brückner/ Thomas Leithäuser - „Politisierung der Wissenschaften“

Ein zentrales Feld sowohl praktischer wie auch theoretischer Auseinandersetzungen war in den späten 60er Jahren die Universität. 1968 wurde in Frankfurt der Versuch einer politischen Universität unternommen – heute wohl hauptsächlich bekannt durch die plakative Umbenennung der Uni in Karl-Marx-Universität. Durch eine Besetzung sollte der Raum für ein selbst organisiertes Seminarprogramm geschaffen werden. Nach der Räumung der Uni durch die Polizei wurden die Veranstaltungen im Schauspiel fortgesetzt.
„Politisierung der Wissenschaften“ ist ein in diesem Rahmen gehaltener Vortrag und ein wichtiges Beispiel für die Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Wissenschaft und Gesellschaft, die heutzutage fast gar nicht mehr zu finden ist.


Mittwoch, 23.04.08, 16.00 Uhr
Jürgen Habermas - „Die Scheinrevolution und ihre Kinder – Sechs Thesen über Taktik, Ziele und Situationsanalysen der oppositionellen Jugend“

Am 1. Juni 1968 auf einem Kongress des Verbandes Deutscher Studentenschaften in Frankfurt a.M. hielt Habermas den Vortrag „Die Scheinrevolution und ihre Kinder – Sechs Thesen über Taktik, Ziele und Situationsanalysen der oppositionellen Jugend“, in dessen Folge das berühmte Wort über den „linken Faschismus“ gefallen ist. Es wäre zu rationalistisch, diese Polemik einfach nicht zu beachten, aber ebenso ist es nicht im unserem Sinne, diesen Affekt zu rationalisieren und zu einer These a la Aly zu verstricken.
Vielmehr geht es um die Analyse eines schon damals bedeutenden Sozialphilosophen, die zu seiner Zeit vor allem im links-akademischen Raum (Dörner, Brückner, Negt, Offe, Abendroth, Reiche) ein breites Echo gefunden hat. Mit ein bisschen Abstand gelesen, ermöglicht dieser Text 68 durch die Augen Habermas zu sehen und die Konturen von Habermas’ Denken durch den Staub der Ereignisse von 68 umso deutlicher wahrnehmen zu können.


Donnerstag, 24.04.08, 16.00 Uhr
Theodor W. Adorno – „Marginalien zu Theorie und Praxis“

Dieses Thesenpapier Adornos reflektiert auf die Praxis der Studierendenbewegung und insbesondere auf ihr Verhältnis von Theorie, Taktik, Strategie und Praxis. Er kritisiert hierbei den Aktionismus ebenso, wie ein direktes Umsetzen von Theorie in Praxis, was wiederum die Theorie selbst affiziert und sie schließlich nur noch in den Dienst der Praxis gestellt wird. Damit bleiben die Marginalien auch heute ein hochaktueller Text.


Freitag, 25.04.08, 16.00 Uhr
Herbert Marcuse – „Versuch über die Befreiung“


____K u l t u r p r o g r a m m

 

Mittwoch, 16.04.08, 22.00 Uhr
kiosk [couch plausch hörgenuß] - barabend.

Mittwoch, 23.04.08, 22.00 Uhr
kiosk [couch plausch hörgenuß] - barabend.

Samstag, 26.04.08, 22.00 Uhr
gegen_uni abschluß- und semesterstartparty des instituts. soliparty für prozesskosten aus dem studiprotestsommer 2006. tinitus dj team [indie - electro - new rave]. powered by linke liste (lili) an der uni frankfurt.

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