13.oo, Uni Campus Bockenheim, Brunnen:
"remember, remember the fifth of november" - Internationaler Aktionstag gegen die Kommerzialisierung von Bildung.

Guy Fawkes and Evey [Ivi] for free education.
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16.oo, gg_uni @ ivi: Theorieeinfürung Loïc Wacquant
Wohl kaum ein Wissenschaftler hat die Forderung von Marx „Kritik im Handgemenge“ zu betreiben so ernst genommen wie Loïc Wacquant, kaum einer so wörtlich. Für seine Feldforschung hat er in einem Boxclub in Chicagos Ghetto das Training aufgenommen, um auf Tuchfühlung mit seinem Forschungsobjekt zu kommen. Das ist ihm so gut gelungen, dass ihm selbst Pierre Bourdieu mangelnde Distanz vorgeworfen hat.
In seinen stadtsoziologischen Untersuchungen macht Wacquant das Ghetto als einen sozialräumlichen Apparat der Marginalisierung und Ausschließung sichtbar, eine Form kollektiver Gewalt, die sich im Stadtraum materialisiert. Vor dem Hintergrund einer in den letzten drei Jahrzehnten beobachtbaren regierungsstrategischen Wende – weg von der sozialstaatlichen Regulierung hin zur bestrafenden Verwaltung von Armut – verändert sich auch die sozialräumliche Beschaffenheit des Ghettos. Nimmt man Abstand vom Phantasma des Ghettos als unreguliertem, chaotischem Raum und von undifferenzierten Begriffsgleichsetzungen mit städtischem Elendsviertel oder Slum, zeigt sich die topologische Ähnlichkeit des Ghettos mit dem Reservat, dem Flüchtlingslager und dem Gefängnis.
18.oo, gg_uni @ ivi: Workshop Zur Kritik inklusionärer Modelle des öffentlichen Raums – AK Kritische Geographie Frankfurt
Der Themenkomplex „öffentlicher Raum“ hat in den letzten Jahren verstärkte Aufmerksamkeit in Theorie und Praxis erhalten. Vordergründig wird in der Debatte der Verlust offener urbaner Räume durch Privatisierung und Repression beklagt. Es ist zwar richtig, dass damit die Zugangsbedinungen für unerwünschte – also nicht konsumorientierte – Gruppen zu städtischen Räumen nicht besser werden. In der Debatte findet sich aber eine Romantisierung des „früheren“ öffentlichen Raums als „für alle da“. Dass dies nicht so ist und auch nie so war wollen wir mittels eines Textes von Bernd Belina darstellen. Im Fokus wird dabei die Frage stehen, inwiefern städtischer Raum als gesellschaftlich produziert und exklusiv verstanden werden kann und wie auf dieser Grundlage die zunehmenden Kontroll- und Repressionspraxen der letzten Jahre verstanden werden können.
Literatur: Belina B. (2003): Evicting the undesirables. The idealism of public space and the materialism of the bourgeois State. In: Decroly J.-M. et al. (Hrsg.): Belgeo. Privatisation of urban spaces in contemporary european cities. 2003 (1). 47-62.
20.oo, gg_uni @ ivi: "Zur Rolle der Subkultur in Gentrificationprozessen".
Vortrag und Diskussion mit Andrej Holm (Institut für Humangeograpphie Uni Frankfurt)