20.oo, Salon/Offenes Atelier im 2. Stock:
Film: Metropolis (1927), Regie Fritz Lang, 139 min.
In der Stadt Metropolis verdichten sich die Pole des Fortschrittsglaubens der Moderne. Technologischer und gesellschaftlicher Fortschritt klaffen auseinander: Während die Menschen in rasendem Tempo Erfindungen machen bleiben die Klassengegensätze unversöhnt, räumlich getrennt in Ober- und Unterstadt. Das Arbeitermädchen Maria wird schließlich zur tragischen Heldin des Films.
Die Metropolis ist filmhistorisch der Prototyp der Cyberstadt die durch eine hybride und in sich verflochtene Machtstruktur aus ökonomischer und politischer Herrschaft bestimmt wird. Die Figur der Maria, die sowohl als reale Frau, wie als Kunstfrau in Roboterinnengestalt auftritt, kann Ausgangspunkt feministischer Analyse sein.
Der Regisseur Fritz Lang verläßt Deutschland 1933.
Literatur, u. a.: Kracauer, Siegfried (1947): From Caligari to Hitler - A Psychological History of the German Film, Princeton 1969.
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