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Das *ivi* solidarisiert sich mit *Faites votre Jeu!*

Das *Institut für Vergleichende Irrelevanz (ivi)* solidarisiert sich mit der Initiative *Faites votre Jeu!*.

In der Nacht vom 2. auf den 3.o8.2008 wurde sich das ehemalige JuZ Bockenheim in der Varrentrappstr. 38 in Frankfurt am Main im Zuge einer Party angeeignet. Der Initiative *Faites votre Jeu!*, die das Gebäude noch besetzt hält, wurde von der Stadt eine Duldung bis Anfang des kommenden Jahres in Aussicht gestellt. Zahlreiche Künstler_innen, Kulturschaffende, Studierende, Schüler_innen und politische Gruppen, Initiativen, Projekte und Einzelpersonen wurden aufgerufen sich in das Projekt mit eigenen Veranstaltungen einzubringen. Auch das ivi wird sich an der Ausgestaltung eines Programms für die nächsten Wochen vielfältig beteiligen, sich einbringen und das Projekt unterstützen. Gerade Bockenheim als ein Stadtteil, der in naher Zukunft durch den Wegzug der Universität starken Umstrukturierungsprozessen unterworfen sein wird, braucht dieses Projekt. Institutssprecherin Krista Herns dazu:

„Mit der Wiedereröffnung des Gebäudes wurde ein weiterer Möglichkeitsraum aufgespannt, in dem sich Kulturschaffende vielfältig engagieren können. Die direkte Nachbarschaft zu mehreren Frankfurter Schulen sowie der Universität, verweist auf den drängenden Bedarf der Schüler_innen und Studierenden nach selbstorganisierten, nicht-kommerzialisierten Räumen.“

Das ivi, ein von Studierenden gegründetes und selbstverwaltetes Institut an der Uni Frankfurt, wünscht der Initiative *Faites votre Jeu!* viel Erfolg bei der Durchsetzung ihrer Ziele. Das ivi fordert die Verantwortlichen der Stadt Frankfurt, insbesondere Jutta Ebeling in ihrer Funktion als Bürgermeisterin und Bildungsdezernentin auf, die Anzeige gegen die Aktivist_innen der Kulturinitiative *Faites votre Jeu!* zurück zu ziehen!


Liebe Grüße aus eurer Nachbarschaft,
das ivi_plenum

...und noch die aktuelle PM der Initiative *Faites votre Jeu!*:

Gestern, am Donnerstag, dem 7. August gegen 15 Uhr wollte Michael Damian, Referenz der Bildungsdezernentin Jutta Ebeling, zusammen mit einem Mitarbeiter und drei Vertretern des Hochbauamtes spontan Zugang zu den Räumlichkeiten des ehemaligen JUZ in der Varrentrappstraße 38, das die Initiative “Faites votre jeu!” seit Samstag wieder in Betrieb genommen hatte. Diesen wurde der Zugang verweigert. Dazu Miriam Kellert die Sprecherin der Initiative: „Herr Damian und die Herren vom Hochbauamt waren ohne Terminvereinbarung zu uns gekommen. Außerdem hatte es mit uns bis dahin noch keine Verhandlungen gegeben. Informationen über eine eventuelle Duldung hatten wir bis dahin nur aus der Presse erhalten und ein Gespräch, das uns am Montag zugesichert worden war, hatte nicht stattgefunden. Aufgrund dieses unklaren Status, sahen wir keine Veranlassung die Herren in das Gebäude zu lassen.“

In Gegensatz zu der heutigen Presseberichterstattung hat die Initiative „Faites votre jeu!“ keine Verhandlungen mit der Stadt abgelehnt oder gar die Verhandlungen abgebrochen. „Da seit Montag kein direkter Kontakt mit Vertretern der Stadt oder des Stadtschulamtes bestanden hatte, war es mit uns noch gar nicht zu Verhandlungen gekommen. Folgerichtig können wir eventuelle Verhandlungen über die Nutzung des Hauses überhaupt nicht abgebrochen haben. Trotzdem sind wir, wie von Beginn an, zu Gesprächen bereit.“ So Michael Walter, Sprecher der Initiative. Anfang nächster Woche soll es deshalb auch zu Gesprächen mit der Stadt kommen..

Trotzdem treten die Initiative „Faites votre jeu!“ und ihre Ünterstützer_innen nicht von ihrer Hauptforderung zurück die Strafanzeige sofort fallen zu lassen. „Juristisch wäre es ein Leichtes für die Stadt, die Anzeige gegen uns zurückzuziehen. Wenn sie also das Gespräch mit uns sucht, dann muss die Anzeige vom Tisch. Andernfalls machen sich die Stadt und Ihre Vertreter unglaubwürdig, wenn sie in der Öffentlichkeit behaupten ernsthafte Verhandlungen mit uns führen zu wollen..“, sagte Miriam Kellert.

Am kommenden Montag wird übrigens um 16 Uhr die erste Ausstellung in den Räumlichkeiten des ehemaligen JUZ eröffnet. Ausgestellt werden Fotografien des Künstlers Akšaj, auf denen politische Graffitis aus Lateinamerika zu sehen sind. Hierzu ist jeder der möchte herzlich eingeladen!

http://faitesvotrejeu.tk/

8.8.08 15:28
 
Letzte Einträge: 11.4.09: konzert mit tar..feathers und der warst, 29.o4.2009: key_osk[kiosk]BarAbend - Special, 8. Mai: *Tagsüberparty* & Konzert, Montag, 1.o6.2009, 21.oo: aidan baker, nadja, thisquietarmy



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